Jaaaaaaa, ich weiß, es ist eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich etwas von mir hören habe lassen.

Aber eines sei gewiss: Ich war nicht untätig! Meine letzten Wochen waren gefüllt mit Yoga, Genuss, Wiener Märkte, Schmankerltouren, Foodtouren, Kochkursen, undsoweiterundsofort. Könnte schlimmer sein, I know! 

Herbst am Markt

Herbst am Markt

Deswegen gibt es heute auch kein Rezept von mir, sondern einen kleinen Bericht von der Lena abseits der Küche. Obwohl, Mooooment, so abseits dann auch wieder nicht. Seit ein paar Wochen gebührt mir nämlich die Ehre, mit Gästen aus aller Welt zu kochen. Und ihr erratet niemals, was ich mittlerweile gelernt habe, zu kochen....Naaaa? Es fängt mit G an und hört mit ulasch auf. Ganz richtig, ich weiß jetzt, wie man so richtig herzhaftes, österreichisches Rindsgulasch mit selbstgemachten Spätzle zubereitet. Ich fühle mich jedes Mal 15 Jahre zurückgeworfen, wenn ich Gulaschsaft mit Spätzle schmause, damals von Oma gekocht. 

Doch das Beste ist das Dessert. Einer von 1295 Gründen, diese Arbeit niemals wieder verlieren zu wollen: Selbstgemachter Apfelstrudel. Nein, ich bin nicht bescheuert und ja, ich weiß, in Österreich ist dieses Gericht nichts Besonderes, da es Tradition hat, aber würdet ihr wissen, wie unglaublich lecker DIESER Apfelstrudel mit selbstgezogenem Strudelteig (Ja, auch das kann ich mittlerweile und ich bin so richtig stolz auf mich! Das wiederum habe ICH nun meiner OMA beigebracht!) schmeckt, würdet ihr mich verstehen. Außerdem lieben unsere Gäste aus Einmal-rund-um-die-Welt unsere Speisen. Obwohl die meisten nach dem Gulasch schon kurz vorm Platzen sind. Tja, österreichisch Essen soll geübt sein. 

Man stelle sich ein, mit Vanille verfeinertes, Schlagobershäubchen dazu vor. 

Man stelle sich ein, mit Vanille verfeinertes, Schlagobershäubchen dazu vor. 

Wem ich dies alles zu verdanken habe? Der lieben Bianca von bianca is(s)t, die mir die Möglichkeit gibt, fernab von der "traditionellen Gastronomie" eine unglaublich lehrreiche und aufregende Zeit in der Küche zu verbringen. Sie war auch diejenige, die mir das Selbstbewusstsein verleiht hat, den Apfelstrudel-Teig ohne Scham auf den Tisch zu knallen, denn nur so wird er so richtig geschmeidig. Empfehle ich hier an dieser Stelle an all jene, die überlegt haben, aus emotionalen Gründen einen Boxring aufzusuchen: Lieber Apfelstrudel machen! 

Mittlerweile ist auch schon die erste Saison vorbei, in der ich sowohl bei +35 Grad im Schatten, als auch bei +5 Grad im Regen durch die Wiener Märkte flaniert bin - immer auf den Spuren des Genusses. Im Winter wird pausiert, in der Kälte verkostet sichs dann auch nicht so optimal, aber wer rastet, der rostet. Deswegen geht's das ganze Jahr über munter weiter mit unseren neuen Schmankerl- und Foodtouren (nähere Infos: siehe Hyperlink oben) im 1.Bezirk. 

Kurz gesagt: Eigentlich könnte ich jetzt stundenlang nur positive Dinge aufzählen, warum es sich lohnt, hauptberuflich Genussmensch zu sein. Mach ich aber nicht - keine Sorge. Obwohl... 

Der Weg ist das Ziel.                                                                                                                                                                                                                                      © Sebastian Hörlesberger 

Der Weg ist das Ziel.                                                                                                                                                                                                                                      © Sebastian Hörlesberger 

Ein paar Minütchen solltest du dir schon noch Zeit nehmen für mich. Sonst verpasst du nämlich meinen großen, ersten Youtube-Auftritt! Meine allerliebste Katharina vom Ganzherzlich-Yogastudio, wo ich mittlerweile mehr als 6 Monate unterrichte *kreiiiiischwoistdiezeitgeblieben?!* und ich haben heute unser Talent entdeckt und nun beschlossen, dass wir geborene Videoschauspielerinnen sind. Was wir mit dieser Errungenschaft machen?

Wir halten euch auf dem Laufenden! 

Aber auf jeden Fall gibt es hier nun eine kleine, erste Kostprobe zum Thema: "Was machen Yogalehrer abseits der Matte?" Ich will gar nicht zu viel verraten, schaut es euch einfach selber an, denn ein Youtube-Video sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte! 

Tjaaaaa...

Tjaaaaa...

Nachtrag: Mit einem etwas geröteten Gesicht muss ich euch hier an dieser Stelle noch etwas gestehen. Das Rindfleisch blieb bis dato unberührt, allerdings habe ich eine halbe Heuschrecke verspeist. Gesalzen und geröstet.

Und wem ich das zu verdanken habe? Meinem insektenkochenden Freund Stefan, der zusammen mit seinem Partner Christoph mit ihren Krabbeltierchen die (Rinder)welt retten wollen. Bitte verzeiht es mir! 

Titelfoto: Foto © Sebastian Hörlesberger

 

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