Rezepte für Bananenbrot gibt es gefühlt bis zum Abwinken in 1000 verschiedenen Varianten: mit Eiern, mit Superfood, ohne Mehl, vegan, etc. Es ist ein sehr "dankbarer" Kuchen, denn wie oft stellt man sich die Frage, was man mit den braunen Bananen in der Obstschüssel anstellen soll, ohne sie lieblos zu zergatschen, bzw. wegzuschmeißen (allerschlimmster Fall!)?!

Wenn man mit all den Bananen, die täglich allein in Österreich weggeschmissen werden, Bananenbrot machen würde, könnte man vermutlich das ganze Ländle täglich mit einem Stück von dem Kuchen zum Kaffee beglücken. Oder ganz Europa? 

Wie dem auch sei, ich habe ein Experiment gestartet und wollte das Bananenbrot "revolutionieren" - vegan, glutenfrei und ohne Zucker soll es sein. Wahrscheinlich gibt es auch solche Ausführungen im World Wide Web und in Kochbüchern zum Abwinken, trotzdem: Es ist mir gelungen! Jippijippiyei! Es ist tatsächlich fest geworden, was ich den Bananen selber, dem Sojamehl und den Leinsamen zu verdanken habe.

Banana heaven, ich schwöre! 

Leider wird es relativ schnell trocken, habe ich am Folgetag bemerkt, man sollte es also alsbald verspeisen, bzw. dick mit süßen oder auch pikanten Aufstrichen bestreichen, oder in Kakao oder kalte Milch einbröckeln, wie ich es früher immer geliebt habe. Ach, da werden Kindheitserinnerungen wach. Heute würde ich es natürlich nur noch in Heiße Schokolade mit Hafermilch oder kalte Reismilch eintauchen - ich gehöre ja jetzt zu den Stadtmenschen, die leider vergessen haben, wie echte, unpasteurisierte Kuhmilch schmeckt. 

Warum ich das Bananenbrot glutenfrei backen wollte?

Erstens, weil ich neugierig war, wie es mit Alternativen zu herkömmlichem Mehl gelingt und zweitens, weil ich es zwar unheimlich schätze, alles ohne Probleme zu vertragen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, wie mein Körper auf bestimmte Lebensmittel reagiert, aber dennoch bewusst darauf achten möchte, auch einmal Pause von den doch eher "schwereren" Getreiden wie Weizen und Dinkel zu machen. Produkte mit Weizenmehl, also sämtliches Gebäck und Teige esse ich sowieso nur, wenn es sich "nicht vermeiden lässt", also wenn ich auswärts Pizza esse oder mir ab und zu ein Simit gönne. 

Wie dem auch sei, dieses Bananenbrot "beschwert" in keinster Form, obwohl man bei Brot oftmals an sehr deftige und "volle" Speisen denkt. Gut so, denn unendlich lang ist es eh nicht haltbar. Nach etwa 2 Tagen lagere ich es im Kühlschrank, damit es wegen den Bananen nicht zu schimmeln beginnt. 

Weiter oben im Text habe ich süße, bzw. pikante Aufstriche erwähnt, die sich gut als "Topping" eignen. Wer selber Hand anlegen möchte, bzw. nach Inspiration sucht, hier ein paar Ideen:

Zutaten (für 1 mittelgroße Kastenform): 

  • 3 reife Bananen
  • 170 g Hirseflocken 
  • 50 g Sojamehl (oder Maisstärke) 
  • 3 EL Kokosöl
  • 4 EL Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup (je nach Geschmack mehr)
  • 1 EL geschrotete Leinsamen 
  • 1/2 TL Zimt 
  • 1 Prise Salz 
  • 1/2 Pkg. Backpulver
  • 1/2 TL Kokosöl für die Form 
  • nach Bedarf: eine Handvoll halbierte Cashew-Kerne und Cranberries

Zubereitung: 

Gib die Leinsamen in eine kleine Tasse und füge etwas Wasser hinzu, damit sie aufquellen können. 

Heize das Backrohr auf 180 Grad vor. 

Schäle die Bananen und püriere sie mit dem Kokosöl und dem Süßungsmittel deiner Wahl zu einem cremigen Brei. 

Verrühre in einer Schüssel Hirseflocken, Sojamehl, Zimt, Salz und Backpulver. Füge dann den Bananenbrei und die Leinsamen hinzu und verrühre alles zu einer kompakten Masse. Wenn du möchtest, verfeinere es noch mit Cashews, Cranberries bzw. Datteln. 

Fette deine Kastenform mit dem Kokosöl ein und befülle sie mit der Masse. 

Gib das Bananenbrot für ca. 40 Minuten in das heiße Backrohr, bzw. so lange, bis es oben braun geworden ist. 

Lass es danach leicht auskühlen, bevor du es anschneidest. 

If you search for a banana bread recipe, the amount of different variations seems endless. Besides its good taste, I think that it is a nice way of making use of the brown and very ripe bananas in your fruit bowl. 

I always try to avoid food waste. I hardly ever throw anything away. So, here comes the result of my "save the bananas in the kitchen"-act: glutenfree, vegan and sugarless banana bread with millet flakes. 

Try it not only with sweet spreads like peanut butter or jam but also with savoury ones as hummus, lentil-spread or simple cream cheese. 

Ingredients (for one square baking tin): 

  • 3 bananas, very ripe
  • 170 g of millet flakes
  • 50 g of soya flour (or corn starch) 
  • 3 tablespoons of coconut oil 
  • 4 tablespoons of honey, agave nectar or maple syrup (even more if you want it sweeter)
  • 1 tablespoon of linseeds, grinded coarsely 
  • 1/2 teaspoon of cinnamon
  • 1 pinch of salt
  • 1/2 package of baking powder
  • 1/2 teaspoon of coconut oil for the tin
  • optional: 1 handful of cashew-nuts and cranberries or dates

Method: 

Put the linseeds in a small cup and cover them with water. 

Pre-heat the oven up to 180°C.

Peel the bananas and put them with coconut oil and the sweetener of your choice in the blender until they get creamy. 

In a big bowl, mix millet flakes, soya flour, cinnamon, salt and baking powder. Add banana mash and linseeds and stir well. Optional, add the cashews and cranberries or dates. 

Cover your baking tray with coconut oil and fill in the dough. 

Put it in the oven for about 40 minutes. The bread is ready when the suface is crusty and brown. 

Let it cool down a bit before cutting it into slices. 

If you want it to stay fresh for more than 2 days, store it in the fridge. 

 

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