Kalliopi Kaßelmann vom Blog www.gothaer2know.de (auch das Titelbild ist von ihr!) stellt in ihrer "Iss-Gesund Blogger-Aktion" 5 Fragen zum Thema "Gesunde Ernährung". 

Anlässlich der beginnenden Fastenzeit, die manchen den Anstoß bietet, in diesen 40 Tagen auf gewisse Dinge zu verzichten, begebe ich mich wieder einmal auf die Spuren der gesunden Ernährung und was es für mich bedeutet, mich gesund zu ernähren. 

Frage 1: Was gehört für dich zur gesunden Ernährung? 

Eines möchte ich vorausschicken: Ich habe in meinem Leben noch nie gefastet und werde es auch dieses Jahr nicht tun. Nein, nicht, weil ich nicht christlich bin, sondern weil ich mich 365 Tage im Jahr gesund ernähre. Ja, ich weiß, das ist eine sehr gewagte Aussage und man könnte wahrscheinlich mit sehr vielen Argumenten dagegen ankommen, denn, wer bestimmt denn, was "gesunde Ernährung" ist?

Im Ayuveda schwört man unter anderem auf eine "basische" Ernährung, für vegan lebende Menschen ist das rein Pflanzliche das einzig Wahre, wohingegen einer körperlich hart arbeitenden Person die obligatorische Brettljause in der Pause die nötige Energie liefert. 

Die Schlagwörter für gesunde Ernährung lauten für mich "Bewusstsein" und "Alles nach Maß und Ziel". 

Ich bin Vegetarierin, da ich der Meinung bin,  dass der Fleisch- und Fischkonsum für meinen Körper und für meine Umwelt, sowohl ethisch als auch gesundheitlich nicht vertretbar ist. Milchprodukte esse ich relativ selten und wenn dann, dann genieße ich das Stück Topfentorte wirklich in vollen Zügen.

Ich verurteile keine Menschen, die Fleisch essen oder sich rein pflanzlich ernähren - ich finde es nur schade, wenn man alles, was einem zwischen die Finger kommt, verschlingt, ohne darüber nachzudenken.  

Bei einem gesunden Ernährungsstil gibt es meiner Meinung nach keine "Sünden". Indem man das Stück Schokolade als "Sünde" bezeichnet, wird es automatisch zu jener und der Genuss bleibt auf der Strecke. Somit hätte man es sich in der Tat ersparen können. 

Somit gehe ich beinahe nahtlos über zu der nächsten Frage: "Passen Genuss und gesunde Ernährung für dich zusammen?" 

Sie passen nicht zur zusammen, sie gehen sogar Hand in Hand. Bei meinem einjährigen Aufenthalt in Frankreich habe ich mich oft gefragt, warum die Franzosen im Durchschnitt sehr schlank sind und zu keinen Alkoholikern werden bei dem großen Konsum an Schokolade, Käse und Wein. Mein Fazit: Sie genießen das Essen - meist noch in guter Gesellschaft. 

Wie ich es schaffe, mich im (hektischen) Alltag, gesund zu ernähren (Frage 3)? Indem ich mir vornehme, dass der Moment, an dem ich mich mit meinem Gericht an den Tisch setze, nur mir und dem Essen gehört. Ich bereite mir immer am Morgen und am Abend frisch etwas zu. Zudem ist Kochen für mich eine Leidenschaft und kein notwendiges Übel. Stress ist für mich kein Argument, denn Gesundheit steht bei mir ganz hoch geschrieben. Natürlich gibt es Ausnahmen, wo ich länger außer Haus bin - dann bereite ich mir eben im Vorhinein eine Kleinigkeit vor - meist einen Salat aus Getreide und Gemüse, die ich problemlos mitnehmen kann. Es bedarf nur ein bisschen Planung. 

4. Nutzt du spezielle Zubereitungsmethoden, welche kannst du empfehlen? 

Ich bin kein großer Fan von "Milch-Ersatzprodukten", die aus Soja hergestellt werden. Ich esse zudem sehr gerne vegan, da ich, so gut es geht, auch auf Milchprodukte verzichten möchte, die man oftmals zum Kochen und Backen verwendet (vor allem Sauerrahm, Schlagobers oder Milch aus dem Tetrapack). Daher schwöre ich auf "Tahina" - Sesampaste. Sie verfeinert jedes Gericht und macht Saucen zum Beispiel cremig. 

Des Weiteren ist es mir wichtig, Gemüse nicht zu zerkochen, sondern es nur so lange im Topf zu lassen, sodass es noch knackig am Teller landet. 

Statt dem Frittieren mit viel Öl bevorzuge ich das Grillen oder Schmoren (des Gemüses oder von Gemüse-Laibchen, etc.) im Ofen. So behalten die Lebensmittel ihren ursprünglichen Geschmack und knusprig werden sie trotzdem. 

5. Welchen Ernährungstipp oder welches Rezept zu gesunder Ernährung aus deinem Blog kannst du uns empfehlen?

Ich bin ein großer Verfechter von Frühstück, bzw. am allerliebsten esse ich warmes und sättigendes Porridge in allen möglichen Ausführungen. Gesüßt wird ausschließlich mit Obst, Trockenfrüchten oder Honig. So mache ich auch mein eigenes Knuspermüsli - ganz ohne Zucker, denn von gekauftem Müsli bekomme ich durch den hohen Gehalt an Zucker nur Heißhunger. 

Hier ist eine Rezeptidee für selbstgemachtes Granola: Hanfgranola

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